Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft untermauern die These, dass die moderne Ernährung Hinweise zu einem Mangel an essentiellen Nahrungsinhaltsstoffen führt. Die häufigsten Ursachen für Erkrankungen in unserer Wohlstandsgesellschaft beruhen auf degenerativen Krankheiten, wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes. Alle diese gefährlichen Krankheiten weisen eine Verbindung zum Fettsäurestoffwechsel auf. Die erschreckende Zunahme von Herz- und Kreislauferkrankungen und Krebs in den letzten Jahrzehnten ging einher mit dem Technologiefortschritt, der auch bei der Herstellung unserer Lebensmittel Einzug fand.
Um einen Mangel an essentiellen Fettsäuren vorzubeugen empfiehlt sich eine genauere Kontrolle darüber, wie sich der Fettanteil unserer täglichen Ernährung zusammensetzt. Das wird leider zunehmend schwieriger, denn der Trend hin zu Fast Food und Außer-Haus-Verpflegung nimmt stetig zu. Damit leider auch die Ungewissheit über die Qualität der Nahrungsmittel im Allgemeinen, Die Mehrheit unserer Bevölkerung kauft Speiseöle, Bratfette und Margarine dort, wo sie am billigsten sind, nämlich in Form von denaturierten, d.h. extrahierten und raffinierten Fetten im Supermarkt. Was Sie wissen und prüfen sollten: viele verarbeitete Lebensmittel im konventionellen Handel enthalten meist versteckte, minderwertige Fette und Öle!
Raffination – ein Raubbau an der Ölqualität!
Die Mehrzahl der industriell erzeugten Pflanzenöle wird nicht ausschließlich durch mechanische Pressung gewonnen, sondern durch ergänzende Extraktion mit Lösungsmitteln (Benzin). Im Anschluss daran werden die extrahierten Öle durch einen aufwendigen chemisch-physikalischen Verfahrensprozess „raffiniert". Bei der Raffination werden Pflanzenöle mit Phosphorsaure, Natronlauge. Bleicherden, Aktivkohle und Heißdampf bei Temperaturen bis zu 250 °C behandelt und von ihren natürlichen Begleitstoffen „befreit", Auswirkungen von Überalterung, fehlerhafter Ernte oder Lagerung der Ölsaaten, ebenso Pestizidrückstände, Kontaminationen mit Aflatoxinen und Schwermetallen Iassen sich durch die Raffination grosstechnisch und industriefreundlich beseitigen. An der Qualität der eingesetzten Rohstoffe müssen „Dank der „Raffination" keine hohen Ansprüche gestellt werden, denn entscheidend für die Rentabilität von „Fabrikfett" ist weniger die Qualität als vielmehr die Flexibilität bei der Rohstoffauswahl sowie die Ölausbeute.
Das wertvolle Lecithin, die zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe, die natürlichen, fettlöslichen Vitamine, Xanthophylle und das Chlorophyll bleiben dabei ebenso auf der Strecke, wie der arteigene, typische Geruch und einmalige spezifische Geschmack der Pflanzenöle. Inzwischen hat sich der Verbraucher so an diese Art von Öl gewöhnt, dass er den ganz charakteristischen Geschmack eines naturbelassenen (nativen) Speiseöles als befremdlich empfindet.


